Krippe

Unsere Kinderkrippe wurde im Januar 2010 eröffnet und ist räumlich mit dem Kindergarten verbunden.

Pädagogisches Konzept


„Das unterhaltsamste Spielzeug eines Kindes ist ein anderes Kind."

George Bernard Shaw

Wenn Kinder zur Welt kommen, sind sie mit vielfältigem inneren Potential ausgestattet. Keineswegs ist ein Säugling ein hilfloses und passives Wesen, sondern es setzt sich aktiv mit seiner Umgebung auseinander.

Dieses innere Potential gilt es für uns als pädagogische Fachkraft wahrzunehmen und zu unterstützen.

Oberstes Ziel unserer Arbeit ist eine ganzheitliche Förderung des Kindes, das mit seiner Gesamtpersönlichkeit im Mittelpunkt steht.

Die Kinder sollen nach ihren Möglichkeiten, persönlichen Schwerpunkten und ihrem individuellen Tempo ihren Entwicklungsweg gehen:

Sie sind Experten ihrer eigenen Entwicklung“

In den ersten drei Lebensjahren lernen Kinder so schnell, so intensiv und so umfassend wie nie wieder in ihrem Leben. Dieses Lernen ist dabei spielerisch und beiläufig.

Dennoch spielen Kinder nicht, um zu lernen und sie lernen nicht nur beim Spielen.

Es gibt grundlegende Fertigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale des Menschen, die wir als Basiskompetenzen bezeichnen. Diese immer weiter zu entwickeln und zu stärken ist das Ziel unserer pädagogischen Arbeit. Die Kinderkrippe bietet hierzu ein breites Übungsfeld.

 

"Selbst wenn man am Gras zieht, wächst es nicht schneller."
Paul Watzlawick

Wichtige Basiskompetenzen sind:

Positives Selbstkonzept:

Unter diesem Begriff versteht man den Aufbau von Selbstwertgefühl, Selbstachtung und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Dies wird ermöglicht durch:

•freies Wählen von Spielmaterial und Spielpartnern

•ansprechendes Spielmaterial das die Neugier und Experimentierfreude weckt und zu eigenem Tun anregt

•erste soziale Kontakte mit Gleichaltrigen

•Zuwendung und liebevoller Umgang durch die Betreuungspersonen

 

Kognitive Kompetenz

Die geistigen Fähigkeiten werden auf vielfältige Art und Weise gestärkt. Offen, mit allen Sinnen die Welt wahrnehmen gehört genauso dazu wie Wissensaneignung durch Bücher, Experimente oder eigenes Ausprobieren Entdecken und Erforschen. Auch Spiele und Kreativität fördern die Denkprozesse.

 

Physische Kompetenz

Das Bewusstsein zu schärfen für die eigene Körperlichkeit und die Gesunderhaltung des Körpers liegt uns sehr am Herzen. Wir sorgen für genügend Bewegung, achten auf Hygiene und bieten den Kindern viele Gelegenheiten, ihre grob- und feinmotorischen Fähigkeiten zu üben.

 

Werte und Orientierung

Die Vermittlung von traditionellen Werten wie Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Höflichkeit und Respekt gehören bei uns genauso zum Alltag wie Toleranz und Achtung vor Anderen, gleich welcher Nationalität, welchen Alters, Geschlechts oder Behinderung. Auch die Verantwortung für Natur und Umwelt zu übernehmen und die Achtung vor Pflanzen und Tieren werden vermittelt.

Unsere Regeln, ein geordneter Tagesablauf und traditionelle Feste im Jahreskreis geben den Kindern Halt.

 

Gerade Kinder im Krippenalter sind offen für Neues und sind sehr wissbegierig. Welche gezielten Angebote durchgeführt werden, hängt vom jahreszeitlichen Thema ab und von der Interessenslage der Kinder. Bei diesen Angeboten wird sowohl die Fein- und Grobmotorik gefördert, ebenso wird auch die Kreativität, das Denkvermögen und die Experimentierfreude geweckt.

 

Anmeldung

Zur Anmeldung werden die Eltern im Dezember schriftlich eingeladen. Bei einem Informationsabend im Januar können Sie die Gegebenheiten in der Kinderkrippe kennenlernen und erhalten Auskunft zu Eingewöhnung, pädagogischem Konzept und Ablauf in der Krippe.

Anschließend können Sie Ihre Buchungswünsche in eine Liste eintragen. Nach ca. 2 Wochen bekommen Sie Bescheid, ob wir Ihnen einen Krippenplatz zusagen können.

Eine Warteliste gibt es nicht!

Die Mindestbuchung in der Kinderkrippe beträgt 4-5 Std.

Die Beiträge entnehmen Sie bitte dem Punkt: Gebühren im allgemeinen Teil.

Das Material- und Getränkegeld in der Kinderkrippe wird verwendet für Papier, Spiele, Puzzle, Bastelmaterial, kleine Geschenke und Getränke, Feuchttücher...

Das Materialgeld vom Monat August wird für die Lätzchen, Waschlappen und Handtuchnutzung verwendet.

 

Eingewöhnungsphase

Von Geburt an baut ein Kind eine sichere Bindung zu seinen Eltern bzw. Mutter oder Vater auf.

Je älter das Kind wird, desto vielseitiger entwickeln sich die Bindungen gegenüber

mehreren Personen, die sich mit dem Kind beschäftigen oder sich um es kümmern.

Hier setzt die Arbeit in der Kinderkrippe an. Durch langsame, behutsame Eingewöhnung möchten wir erreichen, dass das Kind uns als eine zweite sichere Basis kennenlernt und Vertrauen zu uns hat.

Bevor die Krippenzeit beginnt, führen wir ein Aufnahmegespräch mit den Eltern. Es

ist uns sehr wichtig, dass wir möglichst viel über die Interessen, Vorlieben und

Gewohnheiten der Kinder erfahren.

Dies hilft uns, auf die individuellen Bedürfnisse besser eingehen zu können.

Alle anstehenden Fragen, Wünsche usw. können hier geklärt werden.

Die Eingewöhnungszeit kann in 3 Phasen gegliedert werden:

  • Phase 1: Die ersten 3 Tage werden Sie mit Ihrem Kind die Einrichtung für

3 Stunden besuchen. In dieser Zeit bekommen Sie einen Einblick in unseren pädagogischen Alltag, werden mit den Ritualen unseres Hauses vertraut und erfahren, wie wir die Kinder im Alltag begleiten. Das schafft Vertrauen und ist eine wichtige Basis für das Wohlbefinden des Kindes. Durch den regelmäßigen Austausch mit Ihnen haben wir die Möglichkeit, Sie und Ihr Kind besser kennenzulernen. In dieser ersten Zeit sind Sie für Ihr Kind verantwortlich und die pflegerischen Maßnahmen werden noch von den Eltern durchgeführt. Wir halten uns noch zurück und beobachten die Interessen Ihres Kindes. Wichtig ist, dem Kind Zeit zu geben und es zu nichts zu drängen.

  • Phase 2: Ab dem 4. Tag ziehen Sie sich langsam zurück, die Bezugsperson nimmt immer mehr Kontakt zu Ihrem Kind auf und begleitet es auf seinen Entdeckungsreisen. Je nach dem, wie sich Ihr Kind auf die Bezugsperson einlässt und sich von Ihnen löst, kann ab dem 5. Tag mit einer Trennungsphase von etwa 30 Minuten begonnen werden. Sie verabschieden sich von Ihrem Kind und verlassen in einer für das Kind sichtbaren Weise den Gruppenraum.

  • Phase 3: Die Zeit der Trennung wird von Tag zu Tag gesteigert. Durch die langsam gesteigerte Trennungszeit lernt Ihr Kind, dass es von seinen Eltern immer wieder abgeholt wird. Erst diese Sicherheit ermöglicht Ihrem Kind, in der Krippe mehrere Stunden stressfrei zu verbringen. Die Trennung stellt keinen Vertrauensbruch dar, denn Sie als Eltern können dem Kind signalisieren:

" Ich weiß, du bist hier gut aufgehoben, auch wenn ich nicht da bin. Ich weiß, dass es dir hier gut geht. Ich habe mich davon überzeugt."

Dies bedeutet nicht, dass die Trennung immer ohne Tränen und ohne Schmerz verläuft. Das Kind sollte sich aber in relativ kurzer Zeit von der Bezugsperson beruhigen lassen. Dieser Vertrauensbeweis zeigt uns, Ihr Kind ist bei uns angekommen.

Berufseinstieg und Betreuungsbeginn sollen auf keinen Fall zusammentreffen!

 

Essen und Trinken

Essen und Trinken für die Brotzeit am Vormittag und am Nachmittag wird von den Eltern von zu Hause mitgebracht. Wasser und Apfelsaft werden von der Kinderkrippe zusätzlich angeboten.

Wir legen Wert darauf, dass die Kinder keine Süßigkeiten mitbringen, wir versuchen den Kindern eine „ausgewogene“ Brotzeit schmackhaft zu machen.

Gleichzeitig wollen wir dazu beitragen, dass sich der täglich anfallende Abfall verringert. Darum bitten wir die Eltern, den Kindern das Essen möglichst in wieder verwend- und verschließbaren Gefäßen mitzugeben.

Das Mittagessen wird von unserer Köchin frisch  zubereitet.

Kleinstkinder werden selbstverständlich gefüttert. Das frisch zubereitete Essen kann auch püriert werden.

Für das Mittagessen wird eine Essenspauschale erhoben, die an 12 Monaten zu entrichten ist (siehe "Essen und Trinken")

Der Betrag wird abgebucht.

 

Sollte Ihr Kind Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien haben, müssen Sie uns dies sofort mitteilen!

 

Tagesablauf

Jedes Kind braucht seinen Fähigkeiten entsprechend angemessenen Raum; allerdings immer groß genug, den nächsten Entwicklungsschritt zuzulassen.“  
Emmi Pikler

 

7.00 – 8.30 Uhr Bringzeit

9.00 Uhr Morgenkreis

9.15 Uhr Frühstück

9.45 Uhr – 11.15 Uhr Freispiel mit Lernangeboten

  • Angeleitetes Spiel

  • Individuelle Beschäftigung mit dem Kind

  • Aufenthalt im Freien

  • Turnen

 

11.15 – 12.00 Uhr Mittagessen

12.15 Uhr Mittagsschlaf

Abholzeit für Kinder, die nicht in der Krippe schlafen

ab12.15 – 14.00 Uhr Ruhephase, Kinder können nicht abgeholt werden

danach Nachmittagsbrotzeit und Spielen in der Gruppe oder im Garten

 

Schlafsituation in der Kinderkrippe:

Alle Kinder, die länger als 12.00 Uhr in der Einrichtung bleiben gehen zum Schlafen in den dafür vorgesehenen Raum, in dem sie einen festen Schlafplatz haben. Die meisten Kinder schlafen auch ein, da ein Tag unter vielen Kindern doch sehr müde macht. Sollte Ihr Kind nicht schlafen können, kann es nach einer halbstündigen Ruhezeit wieder ins Gruppenzimmer wechseln, wenn es die personelle Situation zulässt. Wir sind verpflichtet, den Kindern eine Ruhepause zu ermöglichen. Sollte Ihr Kind während dieser Zeit einschlafen, gehen wir davon aus, dass es den Schlaf braucht. Wir werden kein Kind wach halten!

Die Kinder werden solange im Schlafraum persönlich betreut, bis sie eingeschlafen sind. Danach erfolgt eine Überwachung mittels Babyphone.

Sollten Sie mit dieser Regelung nicht zurecht kommen, bitten wir Sie das Kind vor dem Schlafen abzuholen.

 

Individuelle Angebote sind:

Ruheangebote: Bildbetrachtungen, Bilderbücher, Sinnesschule

Bewegungsangebote: Rhythmik, Turnen, Tanzen, Bewegungsspiele

Kreativangebote: Kneten, Malen, Basteln, Kleben

Musikangebote: Lieder, Kreisspiele, erster Umgang mit Instrumenten

Viel Zeit für Einzelangebote und Einzelbeschäftigungen im kreativen und kognitiven Bereich.

 

Zusammenarbeit mit den Eltern

 

Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.“
Johann Wolfgang von Goethe

Bildung und Erziehung beginnt in der Familie. Eltern entscheiden, welche Kinderkrippe, welchen Kindergarten welche Schule das Kind besucht, steuern Lern- und Bildungsprozesse und tragen die Hauptverantwortung für die Entwicklung ihres Kindes. Da das Kind eine nicht unwesentliche Zeit in der Kita verbringt, ist es von enormer Bedeutung, dass zwischen Elternhaus und pädagogischem Personal eine enge Zusammenarbeit entsteht. Wir streben eine Erziehungspartnerschaft an, bei der sich Familie und Kindertageseinrichtung füreinander öffnen und zum Wohle des Kindes kooperieren.

Die Bedürfnisse und das Wohlergehen der Kinder bestimmen unsere Arbeit mit den Eltern.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern erfolgt auf unterschiedlichen Ebenen. Wesentliches Ziel ist es, den Eltern möglichst viel Transparenz und Einblick in den Krippenalltag zu bieten.

Dies erfolgt durch:

  • Eingewöhnung neuer Kinder durch Begleitung einer Bezugsperson

  • Kurze Gespräche beim Bringen und Abholen ermöglichen den täglichen

Informationsaustausch über Befindlichkeiten des Kindes

  • Entwicklungsgespräche finden auf Wunsch der Eltern, oder der Gruppenleiterin statt

  • Aushang eines Wochenrückblicks, der über Angebote und Bildungsarbeit informiert

  • Beobachtung und Dokumentationen, schriftliche und bildhafte Darstellung von Lerngeschichten

  • Elternbriefe

  • Elternabende und gemeinsame Feste

  • Mitarbeit im Elternbeirat

  • Jährliche Elternbefragung

  • Feste und Feiern

 

Der Elternbeirat

Zu Beginn des Kindergartenjahres wird der Elternbeirat gewählt. Die Elternvertreter sind in die Planung und Gestaltung mit eingebunden. Bei den Sitzungen werden aktuelle Themen, Änderungen, sowie Feste und Feiern besprochen.

Der Elternbeirat bietet beim Elterncafe die Möglichkeit, sich in gemütlicher Runde auszutauschen. Die Termine finden am Vormittag im Kiga statt und werden am Anfang des Kindergartenjahres bekannt gegeben.

Auch Eltern aus der Kinderkrippe haben die Möglichkeit, sich im Elternbeirat aufstellen zu lassen. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um aktiv an der Gestaltung eines Kindergartenjahres teilnehmen zu können.

Die Zusammenarbeit von Kindergartenträger, Elternbeirat und Personal bildet die Grundlage für eine gute pädagogische Arbeit in unserem Haus.


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